QR-Code-Treasure Hunt in der Klasse 7d

qrcodetreasurehunt

Schüler fotografieren einen QR aus dem QR Treasure Hunt

QR-Codes sind zweidimensionale Codes, welche von modernen Smartphones und Ipads mit einer entsprechenden App gelesen und entschlüsselt werden können. Die Codes erscheinen inzwischen immer häufiger in Zeitungen und Zeitschriften oder auf Plakatwänden und können von den Lesern beziehungsweise Passanten über mobile Endgeräte gescannt und so verarbeitet werden.

Mittlerweile haben sich die Codes als internationaler Standard

etabliert und leiten den Benutzer zu weiteren Informationen oder auf weiterführende Webseiten. Ein großer Vorteil der Codes ist, dass das mühsame Abtippen einer Webadresse entfällt und sich sofort nach dem Scannen der Browser mit der entsprechenden Seite öffnet. Es ist jedoch nicht nur möglich, Internetlinks zu verschlüsseln, es können auch einfach ohne Weiterleitung platzsparend Informationen hinterlegt werden, welche dann beispielsweise auf einem Smartphone oder iPad gelesen werden können.

Auch im Unterricht der Ipad – Klassen finden diese Codes nun Verwendung. So erarbeitete

sich beispielsweise die Klasse 7d im Rahmen des Englischunterrichts einen Lesetext, indem sie sich im Fachraum auf die Suche nach den Codes machten. Die Codes wurden im Vorfeld auf Mülleimern, Türen, der Tafel, Fenstern, Bänken und Wänden angebracht. In Zweierteams bewegten sich die Schüler mit ihren iPads durch den Raum und sammelten, ähnlich einer Schnitzeljagd, Einzelinformationen zu einer Geschichte aus dem Englischbuch. Die Schüler scannten die Codes mit einer vorher auf die iPads geladenen App und konnten innerhalb kürzester Zeit relativ sicher mit dem Programm umgehen. Einige Schüler aus der Klasse wussten auch schon im Vorfeld, wie die Codes funktionieren und konnten auch ohne Anleitung die Vorgehensweise für die Klasse erklären. Nach dem Scan öffnete sich dann auf den Tablets eine Seite, welche Einzelteile des Textes in Form eines Frage-Antwort-Spiels bereithielt.

Den Schülern wurde so einerseits spielerisch beigebracht, grundsätzlich mit der modernen Technik umgehen zu können, andererseits eröffnen sich so natürlich interessante weitere Möglichkeiten der Textarbeit im Englischunterricht. Auch der Bewegungsaspekt im Sinne des Leitthemas „Bewegte Schule“ darf hierbei natürlich nicht vergessen werden. Sobald es draußen wärmen wird, kann sich die Schatzsuche beispielsweise auch über den gesamten Schulhof erstrecken und bleibt nicht nur auf das Klassenzimmer oder den Fachraum begrenzt.

Den Schülern hat diese Art der Textarbeit nach eigener Auskunft großen Spaß gemacht und sie waren mit Eifer bei der Sache. Natürlich wünschen sie sich, dass so etwas von nun an öfter in den Unterricht integriert wird.

Die “Stimme Sachsens” zu Gast bei unserer iPad-Klasse 7d

Prominenter Besuch an unserer Schule! Ein Journalist der renommierten Leipziger Volkszeitung war bei unserer iPad-Klasse 7d zu Gast um eine Reportage über unser Pilotprojekt verfassen zu können. Am 23.02. erschien dann der ausführliche und fundiert geschriebene Artikel, “Das Ende der Kreidezeit”, den Sie  nachlesen können!

Wir bedanken uns bei Herrn Andreas Friedrich für seinen Besuch und wünschen der “Stimme Sachsens” auch in Zukunft möglichst viele Leser!

Zeitungsartikel zum Download: Ende der Kreidezeit

 

Die erste Schulwoche

Einbindung in das Schulnetz

Digitale Organisation des Schulalltags, so lautet das Motto der ersten zwei Wochen in den iPad-Klassen. Über die Ferien haben die Schüler ihr iPad bereits grundlegend eingerichtet. Mir ist aufgefallen, dass es kaum ein iPad gibt, das keinen persönlichen Startbildschirm hat. So individuell wie die Schüler sind, so individuell ist auch die Gestaltung ihrer iPads. In der ersten Woche stehen natürlich zuerst die technischen Fragen im Vordergrund, sowohl von Seiten der Schüler als auch von Seiten der Lehrer.

Alle Einrichtungs- und Installationsfragen für die wichtigsten iPad-Apps sollen in den ersten beiden Wochen geklärt werden.

Der Plan der ersten beiden Wochen

  • Einrichten des WLAN-Zugangs zum Schulnetz
  • Einrichten der schuleigenen E-Mail
  • Einrichten von Dropbox und Evernote
  • Termine eintragen, Notizen machen, Dateien auf das iPad spielen, …

Einbindung in das WLAN der Schule

Die erste Aktion ist die Einbindung der persönlichen iPads der Schüler in das schulische Netzwerk. Die Anforderungen sind hier deutlich höher als zu Hause. Die Eltern müssen sich darauf verlassen können, dass ihre Kinder auch sicher im Internet surfen. Das Internet muss sowohl für die Klasse als auch für einzelne Schüler gesperrt und freigeschaltet werden können. Bestimmte Seiten dürfen erst gar nicht aufrufbar sein. Erst wenn dies möglich ist, sind die iPads im Unterricht sinnvoll einsetzbar.

Im heimischen Umfeld verwendet man für den drahtlosen Zugang einen gemeinsamen Schlüssel für alle Geräte (PCs, Handys, Netbooks). In der Schule ist dies recht unpraktisch. Gelangen Fremde an den Schlüssel oder verlässt ein Schüler die Schule, so muss der Schlüssel in allen Geräten neu gesetzt werden. Ein sehr hoher Aufwand und ein zu hohes Risiko für eine Schule.

Wir nutzen in der Schule den OSS (OpenSchoolServer) der Firma EXTIS. Zusammen mit der Firma EXTIS haben wir hierfür eine technische Lösung gefunden. Mit Hilfe eines Radius-Servers melden sich die Schüler mit ihrem persönlichen Login am WLAN-Accesspoint an. Damit nicht alle Schüler beliebige Geräte selbstständig anmelden, wird jedes iPad im Schulnetz registriert und dem jeweiligen Schüler zugeordnet. Nach dieser Prozedur können sich die Schüler nur an ihrem persönlichen iPad anmelden.

Die erste Einrichtung dauert dadurch etwas länger. Die MAC-Adressen (eindeutige Seriennummer der drahtlosen Netzwerkkarte) aller 54 iPads müssen aufgenommen und jedem Schülerlogin das persönliche iPad zugeordnet werden.

Spannend war für uns, ob dies mit allen iPads reibungslos klappt. Was passiert, wenn eine große Zahl an iPads über einen Accesspoint surfen? Kann sich jeder Schüler anmelden? Bricht die Verbindung zusammen?

Bei fast allen Schülern hat die Anmeldung reibungslos geklappt. Kleine Fehler hier und da wurden schnell behoben.  Die WLAN-Accesspoints sind mit der Anzahl der iPads gut ausgelastet. Im normalen Unterrichtsalltag verteilt sich aber die Last, da nicht alle gleichzeitig Daten aus dem Netz übertragen.

Warum das iPad?

Das Internet ist in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Viele Dinge des alltäglichen Lebens werden vom Internet mitbestimmt. Wer hat noch nicht ein Rezept für das Abendessen bei Google nachgeschlagen, ein Buch online eingekauft oder nur einfach Rat gesucht. Viele Jugendliche wachsen wie selbstverständlich mit der “neuen digitalen Technik” auf. Nur im Unterricht scheint das Internet noch nicht so richtig angekommen zu sein, wobei die Möglichkeiten für einen Einsatz sprechen.

Oft liegt dies an den Schwierigkeiten mit der Technik. Das iPad bietet hier eine einfache und funktionierende Technik, die Lehrern den nötigen Raum lässt, um didaktische Konzepte umsetzen zu können.

Gewicht und Größe

Das iPad hat die ideale Größe um von den Schülern in der Büchertasche in die Schule mitgenommen werden zu können. Es ist deutlich leichter als ein Notebook und hat ein größeres Display als viele Netbooks. Mit einer speziellen Schutzhülle (z. B. Otterbox) ist es zudem besser gerüstet für den rauen Schulalltag.

Batterielaufzeit und Instant-On

Mit bis zu 10 Stunden Laufzeit mit einer Batterieladung kann mit dem iPad deutlich länger als mit Notebooks und Netbooks im Unterricht gearbeitet werden. Das iPad muss also an einem Schultag nicht zwischendurch aufgeladen werden im Vergleich zu den meisten Notebooks und Netbooks, die eine Laufzeit von weniger als 4 Stunden bieten.

Das iPad ist Instant On. Es ist innerhalb von wenigen Sekunden betriebsbereit und kann so deutlich flexibler in den verschiedenen Phasen des Unterrichts eingesetzt werden. Hier benötigen Notebooks und Netbooks deutlich länger. Startzeiten von mehreren Minuten sind hier keine Seltenheit.

Virenproblematik

Momentan existieren keine Viren, die dem iPad gefährlich werden könnten. So ist keine spezielle Antivirensoftware nötig. Als Schule sinkt das Risiko eines Befalls von Computerviren.

Multitouchoberfläche, Bedienkonzept und Sensoren (Kamera, Mikrofon, GPS, …)

Bedienkonzepte von Tablets unterscheiden sich deutlich von herkömmlichen PC-Betriebsystemen. Sie bieten mit der Gestensteuerung und den Sensoren deutlich mehr Einsatzmöglichkeiten im Unterricht. So können Schüler mit den iPads ein Video drehen, bearbeiten und anderen Schülern zur Verfügung stellen. Mit dem Beschleunigungssensor sind physikalische Versuche möglich.

Verfügbarkeit und Kosten von Apps

Der Apple Appstore bietet momentan die meisten schulrelevanten Apps an. Die Preise für die einzelne Apps liegen deutlich unter den Preisen für PC-Software.

eBookReader – Funktionalität

Mit den iPad könnten langfristig die Schulbücher durch digitale Bücher ersetzt werden. Dies würde neben dem Mehrwert, den digitale Bücher durch erweiterte multimediale Inhalte und Notizfunktionalität  bieten, die Büchertasche der Schüler deutlich entlasten.

Die iPad-Klassen an der Realschule am Europakanal

Ab dem Schuljahr 2011/2012 bietet die Realschule am Europakanal als erste bayerische Schule zwei iPad-Klassen in der 7. Jahrgangsstufe an. Es handelt sich hier bei um ein elternfinanziertes 1to1-Modell. Im Rahmen der iPad-Klassen haben die Eltern für jeden Schüler ein persönliches iPad für den Einsatz in der Schule und zu Hause angeschafft.

Dieser Blog begleitet die iPad-Klassen mit Informationen, Meinungen und Ergebnissen aus dem Unterricht.

Ziele des Einsatzes:

  • Stärkung der Medienkompetenz (Recherchieren lernen, kritischer Umgang mit Informationen hinsichtlich Qualität, Authentizität und Relevanz)
  • Individualisiertes Lernen mit Hilfe von personalisierten Lernumgebungen
  • Projektorientierter Unterricht und kooperatives Lernen